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Dagnyhaugen

360°-Panoramen

Der Dagny­h­au­gen („Dagny-Hügel“) ist ein klei­ner Kra­ter, 146 Meter hoch, an der Sei­te des Ekerold­da­len, der häu­figs­ten Rou­te auf dem Weg zum Bee­ren­berg-Gip­fel. Der Dagny-Hau­gen sitzt direkt neben dem Eskkra­ter, der 1817 vom berühm­ten Wal­fän­ger und Ent­de­cker Wil­liam Scores­by bestie­gen und nach sei­nem Schiff „Esk of Whit­by“ benannt wur­de. Bei­de machen einen mor­pho­lo­gisch fri­schen Ein­druck und waren sicher­lich in geo­lo­gisch jun­ger Zeit vul­ka­nisch aktiv. Nach Osten ist der Kra­ter des Dagny­h­au­gen offen, in die­se Rich­tung ist ein deut­lich sicht­ba­rer Lava­strom abge­flos­sen. Dort lie­gen vie­le noch frisch erschei­nen­de vul­ka­ni­sche Bom­ben.

Tat­säch­lich beob­ach­te­te Scores­by 1818 einen Vul­kan­aus­bruch am Eskkra­te­ret, war damit aber wohl nicht der ers­te. Ein klei­nes Zitat aus dem Jan May­en Buch:

Johann Ander­son, „ers­ter Bür­ger­meis­ter der frey­en Kay­ser­li­chen Reichs­stadt Ham­burg“, wur­de im Mai 1732 Zeu­ge von Erup­tio­nen auf der Süd­west­flan­ke des Bee­ren­bergs (ver­mut­lich Eskkra­ter): „Drey Mei­len süd­wärts von dem (Bee­ren) Ber­ge (auf Jan May­en) ab lag, wegen wid­ri­gen Win­des A. 1732, den 17 May, ein nach Grön­land wol­len­der Schif­fer, Namens Jacob Jacob­sen Laab, mit sei­nem Schif­fe. Da sichs plötz­lich bege­ben, daß unten am Ber­ge auf ver­schie­de­nen Stel­len gro­ße Flam­men her­vor­ge­schos­sen, die wie star­ke Blit­ze strich­wei­se hin und wie­der gefah­ren, auch ein ent­setz­li­ches Knal­len als eines star­ken Don­ne­res gehö­ret, end­lich aber ein gro­ßer und dicker Dampf gese­hen wor­den. Wor­über der Schif­fe in die größ­te Angst und Kum­mer gera­then, weil er mit sei­nem Schif­fe nicht von der Stel­le kom­men, und nicht wis­sen kön­nen, was für Fol­gen die­se Ent­zün­dung haben, und was ihm mit über­kom­men wür­de. Doch hat der Brand nur ein Eth­mahl, wie die Schif­fer spre­chen, d.i. 24 Stun­den, gedau­ert, der Berg selbst auch oben sich nicht geöff­net, viel­we­ni­ger Stei­ne oder der­glei­chen aus­ge­wor­fen.“

Was der „ers­ter Bür­ger­meis­ter der frey­en Kay­ser­li­chen Reichs­stadt Ham­burg“ in der Gegend sonst noch so getrie­ben hat, ist lei­der nicht wei­ter bekannt …ob der heu­ti­ge Bür­ger­meis­ter der „Frei­en und Han­se­stadt Ham­burg“ weiß, wo Jan May­en über­haupt ist? Aber viel­leicht war Johan Ander­son 1732 noch gar nicht Bür­ger­meis­ter, son­dern Wal­fän­ger und als Kapi­tän oder Schiffs­eig­ner sicher­lich ein ange­se­he­ner Bür­ger mit Aus­sicht auf den Bür­ger­meis­ter­pos­ten.

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Letzte Änderung: 31. Mai 2016
Copyright: Rolf Stange